Olympia-Pressestadt

Foto: Juliane Schneegans

 

Masterprojekt Landschaftsarchitektur Entwurfsstudio, M 1 und 2, 15 ECTS
Wintersemester 2013|14

Olympia-Pressestadt: mein Zuhause, mein Block!
Freiraum-Strategien für eine Münchner Großsiedlung aus den 70er Jahren

Thema
An der Schnittstelle des Olympiaparks und des Olympia-Einkauszentrums in München-Moosach befindet sich die Großsiedlung Olympia-Pressestadt. Errichtet zwischen 1969 und 1972 anlässlich der Olympischen Spiele in München 1972, folgt die monostrukturelle Pressestadt dem funktionalistischen Leitbild der sogenannten Nachkriegsmoderne der 50er bis 70er Jahre. Sie bietet – demokratisch und möglichst gleich verteilt – jedem Bewohner Luft und Sonne; jedoch auf Kosten von Individualität und Vielseitigkeit.
Nachdem die Anlage während der Spiele zeitweise als Unterkunft für etwa 4.000 Journalisten diente, zogen vor nunmehr 40 Jahren die ersten dauerhaften Bewohner in die 28 Wohnhäuser ein. Heute leben in der Pressestadt rund 1.800 Menschen – viele schon seit den Olympischen Spielen. Sie genießen die Aussicht über München, schätzen die gute Anbindung an das Einkaufszentrum, an die U-Bahn und Autobahn und nutzen den Olympiapark vor der Tür.
Doch ebenso wie die Bewohner ist auch die Siedlung gealtert – der große zentrale Platz wird kaum mehr von Leben erfüllt; die Spielplätze und Aufenthaltsbereiche in den drei Innenhöfen wirken verlassen und trist. Doch gerade in einer verdichteten Stadt wie München muss der wohnungsnahe Außenraum mehr leisten, als nur grüner Hintergrund des Stadtbildes sein.

Aufgabe
In der Analysephase gilt es das städtebauliche Leitbild der Nachkriegsmoderne zu erfassen und mit heutigen Ansätzen im Städtebau abzugleichen. Um Großsiedlungen fit für die Zukunft zu machen, suchen Architekten und Landschaftsarchitekten nach vielschichtigen und individuellen Lösungen, denn die Attraktivität von Großsiedlungen lässt sich nicht allein über die Isolierung der Fassaden verbessern.  
Das Projekt „Olympia-Pressestadt“ sucht nach entwerferischen Ansätzen, wie mit Hilfe von Freiraumgestaltung die Lebensqualität in monofunktionalen Wohnstrukturen aufgewertet werden kann.

Input
Das Projekt wird begleitet von Input- und Gastvorträgen aus dem Bereich „Städtebauliche Leitbilder der 60er/70er Jahre“, „Strategische Bestandsentwicklung“ und „Zukunft des Olympiaparks München“.

Betreuung
Prof. Regine Keller
Dipl.-Ing. Juliane Schneegans (Projektleitung)
Dipl.-Ing. Andrea Brandl

Dokumentation
Basierend auf den Semesterentwürfen ist eine umfassende Projektdokumentation entstanden. Die Broschüre ist am Lehrstuhl erhältlich.

 

 

 

bewahren beleben bündeln: Maria Menzinger, Martin Ermer

Into the Wild: Anna Rosenberger, Laura Kuhn, Elin Dahl